ARCHIV BIBLIOTHEK
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Die Bibliothek des Stiftes Lilienfeld II

| Einführung | Die mittelalterliche Schreibstube | Die heutige Bibliothek |

Der Beginn

Die erste "Bibliothek" des Klosters kann wohl im Armarium gesehen werden [Armarium, etwa die geistige Waffenkammer]. Hier nahe der Sakristei und dem Nordflügel des Kreuzganges (=Lesegang) waren die wichtigsten liturgischen Bücher für den Klosterbetrieb aufbewahrt: Ordensregel, Messbuch, Evangelienbuch, Antiphonar, Hymnar und Psalter für die Eucharistiefeier bzw. für das Chorgebet. Bei der Besiedlung des Stiftes Lilienfeld nach 1202 brachten die Mönche vom Mutterkloster Heiligenkreuz diese Bücher mit, die dann durch mühsames Abschreiben in der Lilienfelder Schreibstube vervielfältigt wurden.
Die räumliche Lage der ursprünglichen Schreibstube (Skriptorium) ist nach den "genormten" Bauplänen der Zisterzienserklöster wohl bekannt und befand sich in unmittelbarer Nähe zur Wärmestube (Calefactorium). In Lilienfeld ist dieser Ort nach barocken Umbauten bzw. dem Großbrand von 1810 nicht mehr in seiner ursprünglichen Form erhalten.