Der unerwartete Tod von Frau Innenminister Liese Prokop (31. 12. 2006) löste auch im Stift Lilienfeld große Trauer und Betroffenheit aus. Da Liese Prokop seit Jahrzehnten in der dem Stift Lilienfeld inkorporierten Pfarre Annaberg wohnte und in der Region Lilienfeld eine rege Wirksamkeit entfaltete, war eine große Verbundenheit zwischen ihr und dem Stift Lilienfeld gewachsen.

Bischof DDr. Klaus Küng weihte unseren Mitbruder P. Justin Minkowitsch am 3. Adventsonntag, nämlich am 17. Dezember 2006, in der Pfarrkirche Wilhelmsburg zum Diakon. Einige Tage später, am 19. Dezember 2006, wurde P. Justin Minkowitsch neben anderen Theologen feierlich im Festsaal der Universität Wien zum Magister der Theologie spondiert.

Die Krippe im Konvent des Stiftes Lilienfeld

Profess-Feier im Stift
Am Freitag (17. November 2006) legte Fr. Justin Minkowitsch in der Stiftsbasilika während eines festlichen Pontifikalamtes die Feierliche Profess ab. Fr. Justin Minkowitsch ist der älteste Sohn der in Lilienfeld wohnhaften Familie Reinhold und Josefine Minkowitsch. Nach seiner Matura im Gymnasium Lilienfeld studierte er zunächst Jus. 2002 trat er in das Stift Lilienfeld ein, mit dem er sich nun durch die Feierliche Profess für immer verband. Bei der Feierlichen Profess verspricht der Mönch, für sein ganzes Leben als Mönch des betreffenden Klosters zu leben. Er wird dabei zum vollberechtigten Mitglied des Klosterkapitels. Außerdem kann er dann mit „Pater“ angeredet werden. P. Justin Minkowitsch ist derzeit als Pastoralassistent in der Pfarre Wilhelmsburg eingesetzt, nachdem er im Sommer 2006 das Studium der Theologie und Religionspädagogik erfolgreich abgeschlossen hat.

Fr. Justin Minkowitsch, P. Prior Pius Maurer, Abt Matthäus Nimmervoll, P. Alberich Enöckl

Bei der Berufungswallfahrt am 18. Juni 2006 im Stift Lilienfeld beteten die Patres des Stiftes zusammen mit zahlreichen Freunden des Klosters besonders um geistliche Berufungen. Hauptzelebrant bei der Feier war der Prior von Stift Heiligenkreuz, P. Christian Feurstein. Beim Gottesdienst wurde auch das 40jährige Priesterjubiläum von P. Thomas Krista, P. Eugen Müller und P. Alois Knabe gefeiert, außerdem das Silberne Priesterjubiläum von P. Ambros Weber und P. Roland Leutner. Zudem gedachte man dankbar der Besiedelung des Stiftes Lilienfeld vor 800 Jahren. Im Jahre 1202 war das Stift Lilienfeld gegründet worden. Einer alten Tradition gemäß soll es vier Jahre danach, also vor 800 Jahren, besiedelt worden sein. Die ersten Mönche des Stiftes Lilienfeld stammten aus dem Stift Heiligenkreuz.

P. Bernhard erinnert an den Tod von P. Theobald Widmayer

Seit 1. Juli 2006 ist der „Kartause Gaming Privatstiftung“ unter Leitung von Architekt Walter Hildebrand der Lilienfelderhof in Pfaffstätten (bei Baden) mit Hilfe eines Baurechtsvertrages und eines Pachtvertrages anvertraut. Der Lilienfelderhof in Pfaffstätten ist eine der ältesten Grangien (Wirtschaftshöfe) des Stiftes Lilienfeld, die auf Herzog Leopold VI., den Stifter der Abtei Lilienfeld, selbst zurückgeht.

Im Rahmen einer kleinen Exkursion zeigt P. Bernhard Steigenberger dem Juniorat jene Stelle am Werkskanal, an der P. Theobald Widmayer am 17. Juli 1941 (also vor 65 Jahren) höchstwahrscheinlich von Nazis ertränkt worden ist. P. Theobald Widmayer OCist war Kaplan von Lilienfeld, ziemlich beliebt unter der Katholischen Jugend und kritisch gegenüber den Nazis eingestellt, als er bei einer nächtlichen Fahrt mit dem Fahrrad wohl überfallen und im Fluss getötet wurde. Genaue Erhebungen waren damals nicht möglich. Unter den Leuten verbreitete sich hingegen rasch die Kunde, dass P. Theobald von den Nazis ermordet worden ist.

Bürgermeister Auer aus Türnitz würdigt das Wirken von P. Alois aus Anlass von dessen 40jährigem Priesterjubiläum; im Hintergrund:
Die Zelebranten P. Roland (Klostermarienberg; teilweise verdeckt), P. Thomas (Ramsau), P. Prior Christian (Heiligenkreuz), P. Eugen (Lilienfeld), P. Ambros (Eschenau), P. Alois (Lehenrotte).
Pfingstdienstag 2006
Ministrantentag der Diözese St. Pölten
ministranten_1
ministranten_2
Der heurige Ministrantentag der Diözese St. Pölten fand im Stift Lilienfeld statt. Zirka 2400 Ministrant(inn)en waren bei diesem Großereignis am Pfingstdienstag 2006 im Stift Lilienfeld mit dabei. Dem Festgottesdienst stand Abt Matthäus Nimmervoll vor. Bischof Klaus Küng richtete sich in der Predigt und in einer Schlussbotschaft mit sehr persönlichen Worten an die riesige Ministrantenschar.
Ein Link zu mehr Infos bezüglich Ministrantentag

 

Jesus Christus
der Ewige Hohepriester hat seinen getreuen Diener, den hochwürdigsten Herrn

Konsistorialrat
P. Siegfried Johann Eder

Zisterzienser des Stiftes Lilienfeld
Ehem. Dechant des Dekanates Kirchberg an der Pielach
Langjähriger Pfarrer und Ehrenbürger von Annaberg

wurde am Gründonnerstag, dem 13. April 2006, um 2.00 Uhr nach längerer Krankheit und gestärkt durch die heiligen Sakramente, in die ewige Heimat abberufen. Er stand im 73. Lebensjahr und im 41. Jahr seines Priestertums.

P. Siegfried wurde am 2. März 1934 in St. Ägyd am Neuwalde als Sohn von Frau Maria Eder geboren. Nach dem Besuch der Pflichtschule in Lehenrotte arbeitete er auf dem Bauernhof seines Ziehvaters Dominik Gravogl mit und besuchte in den Wintermonaten 1951-1952 die Landwirtschaftliche Fortbildungsschule in Türnitz. 1954 begann er mit der Aufbaumittelschule in Horn, wo er 1960 maturierte.
Am 19. August 1958 trat er in das Stift Lilienfeld ein und legte am 20. August 1959 die Zeitliche und am 20. August 1964 die Ewige Profess ab. Sein Hochschulstudium absolvierte er in salzburg. Die Priesterweihe spendete ihm Nuntius Opilio Rossi am 11. Juli 1965 im Stift Lilienfeld.
P. Siegfried war ab 1966 Kaplan in Wilhelmsburg und wurde 1972 Pfarrer in Annaberg. Dort erwarb er sich große Verdienste um die Restaurierung von Pfarrhof und Kirche. Die Filialkirche Joachimsberg wurde ebenfalls restauriert und erhielt eine neue Orgel. 1981-1996 war er auch Dechant des Dekanates Kirchberg an der Pielach. Kirchenmusik und Ökumene fanden in ihm einen großen Förderer. Sein Sinn für Geselligkeit und Humor, aber auch seine Freude an der jagd und Bienenzucht sowie am Bergsteigen, trugen sehr zu seiner Beliebtheit bei. Für viele wurde er ein väterlicher Freund. Zum 60. Geburtstag verlieh ihm annaberg die Ehrenbürgerschaft.
durch einen Schlaganfall wurde sein Seelsorgeeinsatz stark beeinträchtigt. Im Jahre 2001 übersiedelte er in ein Konventzimmer des Stiftes. Als seine Hilfsbedürftigkeit zunahm, fand er liebevolle Aufnahme zunächst im Elisabethheim der Caritas St. Pölten und ab 2003 im Pflegeheim Wilhelmsburg. Tagesausflüge und Besuche durch Verwandte und Bekannte bereiteten ihm auch in den letzten jahren immer wieder große Freude.

Gott ist mein Retter. Ihm will ich vertrauen und niemals verzagen. [Laudes - Antiphon am Sterbetag: Jes 12, 2]