Reliquie vom Kreuz Jesu Christi

Das Stift Lilienfeld beherbergt eine wertvolle Reliquie vom Kreuz Jesu Christi. Der Überlieferung nach hat sie Herzog Leopold VI. der Glorreiche, Stifter des Klosters, im Jahre 1219 den Mönchen zum Zeichen seiner Liebe aus Konstantinopel mitgebracht. Seither wird sie im Stift sorgfältig aufbewahrt und verehrt. Das Alarm gesicherte Ostensorium kann von Kirchenbesuchern über dem Tabernakel des Hochaltares betrachtet werden. Jährlich am Kreuzerhöhungssonntag (Sonntag am bzw. nach dem 14. September) wird den Gottesdienstbesuchern mit der Kreuzreliquie der Segen gespendet.
Das heutige Behältnis wurde von Abt Alberich Heidmann 1882 beim Kölner Goldschmied Hermeling in Auftrag gegeben. Zu den Details gelangen sie durch Anklicken der Bereiche im Übersichtsbild links (insgesamt fünf Bereiche, jeweils am Kreuzende und in der Mitte). Die eigentliche Reliquie zeigt das Bild unten:

Knapp über 10 cm Höhe misst die Kreuzpartikel in Form eines Doppelkreuzes. Die Silberfassung dürfte noch von der barocken Aufbewahrung aus dem Jahre 1727 stammen. Deutlich zu erkennen ist der fehlende Teil im unteren Querbalken rechts. Unter Kaiserin Maria Theresia wurden daraus kleine Partikel für die Pfarren des Stiftes entnommen.