Von der Befreiung des Menschen aus unglückseligen Abhängigkeiten

Ein großer Hunger ist über die Erde gekommen (Lk 15,14). Wir alle sind in äußerste Not geraten. Schließlich sind wir wie die vernunftlosen Tiere geworden und haben unseren unstillbaren Hunger mit den Trebern der Schweine zu sättigen versucht. Ich kenne Menschen, die tatsächlich davon satt geworden sind. Sie haben diese Welt satt. Bei jedem Gedanken an sie befällt sie der Überdruss. Ich kenne Menschen, die das Geld satt haben und den Ruhm satt haben. Ich kenne Menschen, die die Vergnügen und Belustigungen dieser Welt satt haben. Nicht nur ein wenig, sondern bis zum Ekel. (Bernhard von Clairvaux, Conv 14)Wie viel köstlicher und bekömmlicher ist gegenüber der Sattheit der Begierde der Hunger der Liebe! (Aelred von Rievaulx, Speculum caritatis 1,1)Wenn der Mensch beginnt, mit Hilfe des Heiligen Geistes seine Schwachheit zu überwinden und neu als Bild Gottes wiederhergestellt zu werden, kommt die Gnade über ihn. (Wilhelm von St-Thierry, Cant., Prolog)

Allen wird die Barmherzigkeit angeboten, und keiner ist davon ausgeschlossen, außer demjenigen, der sie zurückweist.“ (Bernhard von Clairvaux, Pur 1,2)

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