UNSERE VERSTORBENEN MITBRÜDER


P. Gunther Johann Ledel

1936 - 2015

Der Herr ist meine Zuflucht,
zum Schutze hab' ich mir erwählt
den Höchsten.

(Aus der Liturgie der Laudes am Sterbetag)

 

Jesus Christus
der Ewige Hohepriester hat seinen getreuen Diener, den hochwürdigen Herrn


Geistlichen Rat
P. Gunther Johann Ledel
Zisterzienser des Stiftes Lilienfeld
Pfarrer i. R. von Traisen
Ehrenträger der Marktgemeinde Traisen

am Freitag, dem 20. März 2015, gestärkt durch die heiligen Sakramente, in die ewige Heimat abberufen. Er stand im 79. Lebensjahr und im 48. Jahr seines Priestertums.

P. Gunther wurde am 16. April 1936 als Sohn des Fleischhauers Johann Ledel und der Katharina, geb. Kölbleitner, in Graz geboren. Durch die Übersiedlung seiner Eltern wuchs er in Schärding, Oberösterreich, auf. Von 1951 bis 1955 absolvierte er eine Kaufmannslehre. Einige Zeit war er Angestellter bei der Landwirtschaftskammer in Linz, bis er die Aufbaumittelschule in Horn besuchte. Am 19. August 1961 trat er in das Stift Lilienfeld ein. Der Profess am 20. August 1962 folgten Jahre des Philosophie- und Theologiestudiums in Salzburg. Am 29. Juni 1967 weihte ihn Erzbischof Andreas Rohracher im Dom zu Salzburg zum Priester.
Am 9. Juli 1967 feierte seine Heimatprimiz in Schärding. Er wirkte zunächst einige Jahre als Religionslehrer in der Berufsschule Lilienfeld und ab 1971 als Kaplan von Traisen. Von 1974 bis 2011 war er Pfarrseelsorger von Traisen. Als solcher begleitete er viele Traisner Familien bei ihren freudigen und traurigen Anlässen. Manchen wurde er ein geschätzter geistlicher Begleiter. Den Armen bewies er gerne ein offenes Herz. Mit Humor und Menschlichkeit wirkte er viele Jahre als ein beliebter Religionslehrer in der Volks- und in der Hauptschule Traisen. In Frömmigkeit ging er seinen priesterlichen Aufgaben nach. Mehrere Jahre war er Mitglied des Abtrates. Häufig besuchte er den Marienwallfahrtsort Lourdes, wo er viele geistliche Kraft schöpfte. In der Zeit seines Ruhestandes lebte er weiterhin im Pfarrhof Traisen, wo er von seinen beiden slowakischen Pflegern und seiner Haushälterin fürsorglich betreut wurde. Immer wieder blickte er dankbar und zufrieden auf sein Wirken als Pfarrer von Traisen zurück. Es war ihm gerade in seiner Zeit der Krankheit wichtig, für viele zu beten und sein Kreuz geduldig zu tragen.

Unser Mitbruder wird am Freitag, dem 27. März, ab 17.00 Uhr in der Josefikapelle der Stiftsbasilika Lilienfeld aufgebahrt.
Die Betstunde mit einer feierlichen Verabschiedung findet am Palmsonntag, dem 29. März 2015, um 18.00 Uhr in der röm.-kath. Pfarrkirche Traisen statt.

Der Begräbnisgottesdienst beginnt am Montag, dem 30. März 2015, um 14.00 Uhr in der Stiftsbasilika Lilienfeld.

Um das Gedenken im Gebet und hl. Messopfer bitten:
Helmut mit Maria, Helene mit Josef Geschwister mit Familie
Die Pfarrgemeinde Traisen
Abt, Prior und Konvent des Stiftes Lilienfeld

Im Sinne des Verstorbenen kann anstelle von Blumenkränzen eine Spende gegeben werden: für die röm.-kath. Pfarre Traisen (IBAN: AT19 2025 6047 0000 2274; BIC: SPSPAT21XXX).
Vergelt's Gott!

 


Mag. P. Eugen Hermann Müller

1934 - 2013

Führ uns auf deinem Weg hin zu der Hoffnung Ziel, wo uns selig dein Licht auffängt.
(Aus einem Hymnus des Fronleichnamsfestes)

 

Jesus Christus
der Ewige Hohepriester hat seinen getreuen Diener, den hochwürdigen Herrn


Konsistorialrat
Mag. P. Eugen Hermann Müller
Zisterzienser des Stiftes Lilienfeld
Emer. Prior
Bibliothekar und Archivar

am Fronleichnamsfest, dem 30. Mai 2013, gestärkt durch die heiligen Sakramente, in die ewige Heimat abberufen. Er stand im 79. Lebensjahr und im 47. Jahr seines Priestertums.

P. Eugen wurde am 1. Dezember 1934 als Sohn des Tischlermeisters Hermann Müller und der Charlotte, geb. Pietzsch, in Pethau bei Zittau (Sachsen) geboren. Er arbeitete nach der Grundschule in der Zisterzienserabtei Marienthal und kam durch seine Verbundenheit mit dem Prior Bruno Heinrich vom Stift Lilienfeld 1954 selbst nach Lilienfeld. Er besuchte die Aufbaumittelschule in Horn und trat am 19. August 1960 in das Stift Lilienfeld ein.
Am 20. August 1961 legte er die Zeitliche und am 20. August 1965 die Feierliche Profess ab.Nach seinem Philosophie- und Theologiestudium in Salzburg empfing er am 10. Juli 1966 in der Stiftskirche Melk die Priesterweihe durch Nuntius Opilio Rossi. Von 1967 bis 1976 wirkte er als Novizen- und Klerikermagister im Stift Lilienfeld.Von 1967 an war er Sekretär und von 1970 bis 1997 Direktor der Zentralkanzlei. Außerdem betätigte er sich von 1968 bis 1976 und ab 1995 als Bibliothekar und Archivar des Stiftes. 1975 zum Suprior ernannt, hatte er von 1986 bis 2005 das Amt des Priors im Stift Lilienfeld inne. Außerdem leistete er über viele Jahre Seelsorgedienste im Krankenhaus Lilienfeld. Mit großer Leidenschaft widmete er sich der Geschichtsforschung zum Stift Lilienfeld und veröffentlichte mehrere Bücher und Artikel als Ergebnisse seiner sorgfältigen Sichtung historischer Quellen. 1996 zeigten sich die ersten Anzeichen seiner Parkinson-Krankheit, die im Laufe der Jahre immer mehr zum Ausbruch kam. Dennoch erfüllte er weiterhin viele Aufgaben mit erstaunlicher Zähigkeit.Die letzten fünf Jahre erhielt er fürsorgliche Betreuung durch seine zwei slowakischen Pfleger im Stift.

Unser Mitbruder wird am Sonntag, dem 9. Juni, ab 16.30 Uhr in der Josefikapelle der Stiftsbasilika Lilienfeld aufgebahrt.
Die Betstunde findet am Sonntag, dem 9. Juni 2013, um 18.30 Uhr im Kapitelsaal des Stiftes Lilienfeld statt.

Das Begräbnis beginnt am Montag, dem 10. Juni 2013, um 14.00 Uhr in der Stiftsbasilika Lilienfeld.

Um das Gedenken im Gebet und hl. Messopfer bitten:Johannes, Ida, Karl Anna Geschwister
Abt, Prior und Konvent des Stiftes Lilienfeld

Im Sinne des Verstorbenen kann anstelle von Blumenkränzen eine Spende gegeben werden: für das Priesterstudentenwerk des Stiftes, Konto Nr. 4200-018218 bei der Sparkasse (BLZ 20256)


Dr. P. Benedikt Viktor Josef Blei

1918 - 2013

Wenn du mit deinem Mund bekennst: "Jesus ist der Herr", und in deinem Herzen glaubst: "Gott hat ihn von den Toten auferweckt", so wirst du gerettet werden.
Röm 10,9 (Aus der Lesung bei den Laudes am Sterbetag)

 

Jesus Christus
der Ewige Hohepriester hat seinen getreuen Diener, den hochwürdigen Herrn


Konsistorialrat und Oberstudienrat
Dr. P. Benedikt Viktor Josef Blei
Zisterzienser des Stiftes Lilienfeld, Religionsprofessor i. R., Ehrenringträger der Stadtgemeinde Wilhelmsburg

am Montag, dem 15. April 2013, gestärkt durch die heiligen Sakramente, in die ewige Heimat abberufen. Er stand im 95. Lebensjahr und im 62. Jahr seines Priestertums.

P. Benedikt wurde am 17. September 1918 als Sohn des Johann Blei und der Maria, geb. Strobl, verwitwete Dorner, in Wilhelmsburg geboren. Dort besuchte er die Volks-und die Hauptschule. Von 1932 bis 1939 war er am Collegium Theresianum in Linz Gymnasiast und maturierte am Staatsgymnasium Linz. Hernach wurde er zum Reichsarbeitsdienst und danach zum Militär eingezogen. Nach Kriegsende kam er in amerikanische und russische Gefangenschaft, aus der er im September 1945 heimkehren konnte. Während der Militärzeit verlor er das linke Augenlicht. Von 1945 bis 1947 studierte er an der Universität Wien Theologie. Er trat am 14. August 1947 in das Zisterzienserstift Lilienfeld ein, wo er am 15. August 1951 die Feierliche Profess ablegte. Er setzte das Theologiestudium im Stift Heiligenkreuz und an der Universität Wien fort. Am 29. Juni 1951 wurde er durch Bischof Michael Memelauer im Dom zu St. Pölten zum Priester geweiht. Er wirkte von 1951 bis 1955 als Kaplan, Kantor und Regens Chori in Lilienfeld, von 1955 bis Ende 1959 als Kaplan in der Pfarre Wilhelmsburg. 1960 zog er nach Wien, wo er auf Wunsch von Kardinal Franz König als Mittelschullehrer für Religion wirkte. 1964 wurde er an der Universität Wien zum Dr. theol. promoviert. 1965/66 war P. Benedikt in Salzburg an der Universität als Lehrbeauftragter tätig, 1966/67 als Prior, Novizenmeister, Klerikermagister, Kantor und Regens Chori im Stift Lilienfeld. Von 1967 bis 1981 unterrichtete er an verschiedenen Gymnasien in Wien Religion. Für sein pädagogisches Wirken erhielt er die Titel Professor und Oberstudienrat. 1981 ging er in Pension, die er in seiner Heimatpfarre Wilhelmsburg als Aushilfspriester verbrachte. Gerne half er auch in anderen Pfarren in der Seelsorge aus. Die letzten Jahre verbrachte er im Pflegeheim Wilhelmsburg, wo er fürsorglich betreut wurde.

Unser Mitbruder wird am Donnerstag, dem 18. April, ab 16.30 Uhr in der Josefikapelle der Stiftsbasilika Lilienfeld aufgebahrt.
Die Betstunde findet am Donnerstag, dem 18. April 2013, um 18.30 Uhr im Kapitelsaal des Stiftes Lilienfeld statt.

Das Begräbnis beginnt am Freitag, dem 19. April 2013, um 14.00 Uhr in der Stiftsbasilika Lilienfeld.

Um das Gedenken im Gebet und hl. Messopfer bitten:
Poldi, Friederike, Walter,Karin, Wilfried, Christa, Karl Abt, Prior und Konvent
Nichten und Neffen des Stiftes Lilienfeld mit Familien
Im Sinne des Verstorbenen kann anstelle von Blumenkränzen eine Spende gegeben werden:
für die Kirchenmusik-Instrumentalmessen des Stiftes, Konto Nr. 13.193 bei der Raiffeisenbank Traisen-Gölsental (BLZ 32447). Vergelt's Gott!


P. Bernhard Josef Steigenberger

1930 - 2012

Nun lässt Du, Herr, deinen Knecht in Frieden scheiden.
Denn meine Augen haben das Heil gesehen.
Lk 2,29-30

Jesus Christus
der Ewige Hohepriester hat seinen getreuen Diener, den hochwürdigen Herrn


Konsistorialrat P. Bernhard Josef Steigenberger
Zisterzienser des Stiftes Lilienfeld
Ehemaliger langjähriger Superior in Klostermarienberg

am Donnerstag, dem 2. Februar 2012, dem Fest der Darstellung des Herrn und dem Tag des geweihten Lebens, nach langer Krankheit und gestärkt durch die heiligen Sakramente, in die ewige Heimat abrufen. Er stand im 83. Lebensjahr und im 58. Jahr seines Priestertums

P. Bernhard wurde am 17. Jänner 1930 als Sohn der Landwirtsfamilie Johann und Maria Steigenberger in Lilienfeld geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Horn trat er am 19. August 1949 in das Stift Lilienfeld ein. Er legte am 20. August 1950 die Zeitliche und am 22. August 1953 die Ewige Profess ab. Er studierte Philosophie und Theologie an der Hochschule Heiligenkreuz. Bischof Michael Memelauer spendete ihm am 29. Juni 1954 im Dom von St. Pölten die Priesterweihe. Am 4. Juli 1954 feierte er in Lilienfeld seine Heimatprimiz. Große Freude bereitete ihm, dass zwei seiner leiblichen Brüder, P. Johannes und P. Petrus, ebenfalls Ordenspriester wurden.

Er wirkte zunächst als Katechet und Kaplan von Lilienfeld. Von 1955 bis 1966 war er Novizenmeister des Stiftes Lilienfeld, von 1958 bis 1963 auch Leiter des Lilienfelder Priesterstudentenwerkes. Als solcher ermöglichte er vilen den Besuch des Gymnasiums und der Aufbaumittelschule in Horn und die Unterbringung im dortigen Lilienfelder Studentenheim. Er trug bei nicht wenigen Männern und Frauen entscheidend dazu bei, ihre geistliche Berufung zu entdecken. Mit großer Leidenschaft und Fröhlichkeit widmete er sich besonders der Jugendseelsorge. Von 1959 bis 1966 unterrichtete er als Religionslehrer an der Berufschule Lilienfeld. Von 1960 bis 1966 war er Prior des Stiftes.

Von 1966 bis 2003 wirkte er als Superior und Pfarrseelsorger von Klostermarienberg in der Diözese Eisenstadt. Mehrere Jahre übernahm er den Religionsunterricht am Gymnasium Oberschützen und an verschiedenen weiteren Schulen im Burgenland. Die Feierlichkeiten um das 800-Jahr-Jubiläum der ehemaligen Abtei Marienberg 1995/96 und die Einrichtung eines Kulturzentrums in den ehemaligen abteigebäuden von Klostermarienberg unterstützte er wohlwollend. Er war Träger des Ehrenzeichens des Landes Burgenland.

2003 kehrte P. Bernhard in das Stift Lilienfeld zurück, wo er - soweit es sein Gesundheitszustand erlaubte - am Leben der Gemeinschaft treu teilnahm. Als seine Erkrankung fortschritt, fand er im September 2008 im Pflegeheim Wilhelmsburg fürsorgliche Aufnahme. Bis in die letzten Monate seines Lebens war er bemüht, seinen geistlichen Aufgaben als Priester nachzukommen. Die Unterstützung der Hilfsbedürftigen, besonders aber der geistlichen Berufungen und auch der Afrika-Mission, waren ihm immer ein Herzensanliegen.

Das Begräbnis beginnt am Freitag, dem 10. Februar 2012, um 14.30 Uhr in der Stiftsbasilika Lilienfeld.   


P. Roland Norbert Leutner

1927 - 2011

Ich danke Dir, o Gott, denn Du hast es so gefügt!
Primizspruch

Jesus Christus
der Ewige Hohepriester hat seinen getreuen Diener, den hochwürdigen Herrn


Geistlichen Rat P. Roland Norbert Leutner
Zisterzienser des Stiftes Lilienfeld
Superior in Klostermarienberg

am Freitag, dem 14. Oktober 2011, gegen 15 Uhr nach längerer Krankheit und gestärkt durch die heiligen Sakramente, in die ewige Heimat abberufen. Er stand im 84. Lebensjahr und im 31. Jahr seines Priestertums.

P. Roland wurde am 4. November 1927 in Breslau (Schlesien) als Sohn des Bahnangestellten Otto und der Hedwig Leutner geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Breslau, dem Militärdienst und der englischen Kriegsgefangenschaft (1944-1946) wurde er Büroangestellter in München. Er ließ sich für die Jugenderziehung ausbilden und war von 1956 bis 1976 als Erzieher und Internatsleiter im Privatinternat Pindl in Regensburg tätig. Am 19. August 1976 trat er in das Stift Lilienfeld ein. Er legte am 20. August 1977 die Zeitliche und am 11. Juli 1980 die Ewige Profess ab. Sein Hochschulstudium absolvierte er in Schwaz in Tirol. Die Priesterweihe spendete ihm Bischof Reinhold Stecher am 30. Mai 1981 in Innsbruck.

Von 1981 bis 1988 war er Submagister, von 1981 bis 1983 und dann von 1993 bis 1995 Leiter der Stiftspforte, von 1981 bis 1993 Zeremoniär, von 1986 bis 1995 Stiftskaplan und von 1982 bis 1995 Hausseelsorger an der Landesberufsschule Lilienfeld. Von 1995 bis 2000 wirkte er als Pfarrer in Unterdürnbach und seit 2003 als Pfarrer und Superior in Klostermarienberg.
Seine tiefe Frömmigkeit und sein großes Gottvertrauen prägten sein priesterliches Wirken.

Nach einer Betstunde und einem feierlichen Requiem in der Abtei- und Pfarrkirche Klostermarienberg am 20. Oktober fand die Überführung in das Stift Lilienfeld statt. Die Begräbnisfeierlichkeiten begannen am 21. Oktober 2011, um 14 Uhr in der Stiftsbasilika Lilienfeld.

 


P. Alois Knabe

1940 - 2008

Vater, dein Name werde geheiligt!
Aus dem Evangelium des Sterbetages: Lk 11,2

Jesus Christus
der Ewige Hohepriester hat seinen getreuen Diener, den hochwürdigen Herrn


Geistlichen Rat P. Alois Heinrich Knabe
Zisterzienser des Stiftes Lilienfeld
Ehem. langjähriger Pfarrseelsorger von Lehenrotte

am Mittwoch, dem 8. Oktober 2008, am frühen Nachmittag nach längerer Krankheit und gestärkt durch die heiligen Sakramente, in die ewige Heimat abberufen. Er stand im 69. Lebensjahr und im 43. Jahr seines Priestertums.

P. Alois wurde am 11. Juni 1940 in Kreith, Pfarre Ollersbach, als Sohn des Landwirts Heinrich Knabe und der Maria, geb. Süss, geboren. Nach dem Besuch der Aufbaumittelschule in Horn trat er am 19. August 1960 in das Stift Lilienfeld ein. Er legte am 20. August 1961 die Zeitliche und am 20. August 1965 die Ewige Profess ab. Sein Hochschulstudium absolvierte er in Salzburg. Die Priesterweihe spendete ihm Nuntius Opilio Rossi am 10. Juli 1966 in der Stiftskirche Melk.

Von 1967 bis 1969 wirkte er als Kaplan in Lilienfeld und als Leiter der Stiftspforte. Von 1969 bis 1971 war er Vicarius substitutus in Eschenau, danach jeweils einige Zeit Kaplan in Traisen, Katechet in Lilienfeld und Katechet in Wilhelmsburg. Mit 1. September 1978 wurde er Pfarrprovisor von Lehenrotte, wo er 30 Jahre mit großer Frömmigkeit, vorbildhaftem Eifer und beeindruckender Genauigkeit seinen Aufgaben nachging. In den 80er Jahren kam es während seiner Amtszeit zum Neubau der Sakristei und zur Außen- und Innenrestaurierung der Pfarrkirche Lehenrotte. Er ließ mehrere Anschaffungen in seiner Pfarre durchführen. Neben seinen strengen moralischen Wertevorstellungen hatte er auch einen großen Sinn für Humor. Als Pfarrprovisor von Lehenrotte unterrichtete er in der Volksschule Lehenrotte Religion. Mit großer Freude widmete er sich dem Garten, seit 1996 war er auch zuständig für die Verbindung zwischen Stift und Stiftsgärtnerei. In den Ferien besuchte er systematisch die Sehenswürdigkeiten Deutschlands, vor allem die Denkmäler zisterziensischer Kunst.

Im Frühjahr 2006 zeigten sich die ersten größeren Beschwerden aufgrund seiner schweren Erkrankung, die ihm einen mehr als zweijährigen Leidensweg auferlegte. In dieser Zeit standen ihm einige Menschen aus seinem Bekannten-, Verwandten- und Mitbrüderkreis mit Besuchen und Hilfen in den pfarrlichen Aufgaben und persönlichen Anliegen bei. Durch den bereitwilligen Dienst seiner beiden Betreuer konnte ihm ein Aufenthalt im Stift bis kurz vor seinem Tod ermöglicht werden. Er starb im Krankenhaus Lilienfeld, wo er von 1971 bis zum Beginn seiner Krankheit als Krankenhausseelsorger gewirkt hatte.

Unser Mitbruder wird am Mittwoch, dem 15. Oktober 2008, um 16.30 Uhr in der Josefikapelle der Stiftsbasilika Lilienfeld aufgebahrt. Am Donnerstag, dem 16. Oktober 2008, findet um 19.00 Uhr eine Betstunde in der Pfarrkirche Lehenrotte statt.

Das Begräbnis beginnt am Freitag, dem 17. Oktober 2008, um 14.00 Uhr in der Stiftsbasilika Lilienfeld.   


P. Georg Filzwieser

1929 - 2007

Am Herz-Jesu-Freitag, dem 3. August 2007, starb unser Mitbruder P. Georg Filzwieser im Krankenhaus St. Pölten nach langem schweren Leiden.
P. Georg wurde am 20. November 1929 in Kleinzell als ältester Sohn des Johann Filzwieser und der Aloisia, geb. Gscheider, geboren. Nach dem Besuch der Pflichtschule in Kleinzell arbeitete er in der elterlichen Landwirtschaft und nahm an den Winterlehrgängen der Wald- und Gebirgsbauernschule in Hohenlehen teil. Danach besuchte er die Aufbaumittelschule in Horn, wo er maturierte.
Am 19. August 1959 trat er in das Stift Lilienfeld ein und legte am 20. August 1960 die Zeitliche und am 20. August 1964 die Ewige Profess ab. Sein Hochschulstudium absolvierte er in Salzburg. Die Priesterweihe spendete ihm Nuntius Opilio Rossi am 11. Juli 1965 im Stift Lilienfeld.
Bereits ab 1. September 1966 wirkte er als Pfarrseelsorger in Unterretzbach, dazu von 1970 bis 1974 und ab 1993 auch als Provisor in Mitterretzbach. Viele Jahre war er Religionslehrer in Retz, einige Jahre Dekanatsjugendseelsorger und schließlich Vizedechant des Dekanates Retz. Große Verdienste erwarb er sich bei der Restaurierung der Pfarr- und Filialkirchen in seinen Pfarren sowie der Marienkapelle am Heiligen Stein. Die Erzdiözese Wien ernannte ihn 1978 zum Geistlichen Rat und 2004 zum Konsistorialrat. Die Gemeinde Retzbach verlieh ihm die Ehrenbürgerschaft und den Ehrenring. Im Herbst 2003 ging P. Georg in den Ruhestand, mit der Bereitschaft weiterhin Seelsorgsaushilfen zu machen.
Durch einen tragischen Verkehrsunfall wurde er knapp nach seinem 75. Geburtstag in schwere Mitleidenschaft gezogen. Nach langen Krankenhausaufenthalten fand er im Pflegeheim Wilhelmsburg liebevolle Aufnahme. Tagesausflüge und Besuche durch Mitbrüder und Angehörige bereiteten ihm auch in den letzten Jahren große Freude.
An den Tagen vor dem Begräbnis von P. Georg gab es in der Pfarrkirche Mitterretzbach und in der Pfarrkirche Kleinzell für P. Georg eine Betstunde. Am 10. August feierte P. Friedrich Schleinzer in der Pfarrkirche Unterretzbach mit den vielen Anwesenden für P. Georg einen Trauergottesdienst. Am Montag, 13. August 2007, fand in Lilienfeld unter sehr großer Beteiligung von Priestern (das ganze Chorgestühl war bis auf den letzten Platz gefüllt) und Gläubigen (vor allem aus den Pfarren Unter- und Mitterretzbach) ein feierliches Requiem und Begräbnis statt.

P. Siegfried Johann Eder

1934 - 2006

Konsistorialrat P. Siegfrid Johann Eder, Zisterzienser des Stiftes Lilienfeld, ehem. Dechant des Dekanates Kirchberg an der Pielach, langjähriger Pfarrer und Ehrenbürger von Annaberg wurde am Gründonnerstag, dem 13. April 2006, um 2.00 Uhr nach längerer Krankheit und gestärkt durch die heiligen Sakramente, in die ewige Heimat abberufen. Er stand im 73. Lebensjahr und im 41. Jahr seines Priestertums.P. Siegfried wurde am 2. März 1934 in St. Ägyd am Neuwalde als Sohn von Frau Maria Eder geboren. Nach dem Besuch der Pflichtschule in Lehenrotte arbeitete er auf dem Bauernhof seines Ziehvaters Dominik Gravogl mit und besuchte in den Wintermonaten 1951-1952 die Landwirtschaftliche Fortbildungsschule in Türnitz. 1954 begann er mit der Aufbaumittelschule in Horn, wo er 1960 maturierte.
Am 19. August 1958 trat er in das Stift Lilienfeld ein und legte am 20. August 1959 die Zeitliche und am 20. August 1964 die Ewige Profess ab. Sein Hochschulstudium absolvierte er in salzburg. Die Priesterweihe spendete ihm Nuntius Opilio Rossi am 11. Juli 1965 im Stift Lilienfeld.
P. Siegfried war ab 1966 Kaplan in Wilhelmsburg und wurde 1972 Pfarrer in Annaberg. Dort erwarb er sich große Verdienste um die Restaurierung von Pfarrhof und Kirche. Die Filialkirche Joachimsberg wurde ebenfalls restauriert und erhielt eine neue Orgel. 1981-1996 war er auch Dechant des Dekanates Kirchberg an der Pielach. Kirchenmusik und Ökumene fanden in ihm einen großen Förderer. Sein Sinn für Geselligkeit und Humor, aber auch seine Freude an der jagd und Bienenzucht sowie am Bergsteigen, trugen sehr zu seiner Beliebtheit bei. Für viele wurde er ein väterlicher Freund. Zum 60. Geburtstag verlieh ihm annaberg die Ehrenbürgerschaft.
durch einen Schlaganfall wurde sein Seelsorgeeinsatz stark beeinträchtigt. Im Jahre 2001 übersiedelte er in ein Konventzimmer des Stiftes. Als seine Hilfsbedürftigkeit zunahm, fand er liebevolle Aufnahme zunächst im Elisabethheim der Caritas St. Pölten und ab 2003 im Pflegeheim Wilhelmsburg. Tagesausflüge und Besuche durch Verwandte und Bekannte bereiteten ihm auch in den letzten jahren immer wieder große Freude.
Gott ist mein Retter. Ihm will ich vertrauen und niemals verzagen. [Laudes - Antiphon am Sterbetag: Jes 12, 2]


Prälat
Dr. Norbert Friedrich Josef Mussbacher

1926 - 2004

Sanftes Fallen der Herbstblätter. So wünsch ich mir auch meinen Tod. [Haiku von Abt Norbert]

Jesus Christus der Ewige Hohepriester hat seinen getreuen Diener, den hochwürdigsten Herrn
Emer. Abt des Zisterzienserstiftes Lilienfeld und zu Marienberg, Träger zahlreicher Auszeichnungen und Ehrenmitgliedschaften, Ehrenringträger von Unterdürnbach und Retzbach,Ehrenbürger der Gemeinde Ramsau am Mittwoch, dem 10. November 2004, um 23.20 Uhr nach längeren, mit großer Geduld ertragenen Krankheiten, gestärkt durch die heiligen Sakramente, in die ewige Heimat abberufen. Er stand im 78. Lebensjahr und im 51. Jahr seines Priestertums.
Abt Norbert wurde am 31. Dezember 1926 in Ollersbach geboren. Nach dem Besuch der Handelsschule in Znaim musste er 1944 zum Arbeitsdienst und zur Wehrmacht. 1945 geriet er in amerikanische Gefangenschaft, während der er als Dolmetscher tätig war. Nach der Lehramtsprüfung für Englisch und Französisch unterrichtete er an der Hauptschule in Ravelsbach.
Am 19. August 1949 trat er in das Stift Lilienfeld ein und legte am 20. August 1950 die Zeitliche und am 22. August 1953 die Ewige Profeß ab. Nach dem Hochschulstudium in Heiligenkreuz und Wien empfing er am 29. Juni 1954 im Dom zu St. Pölten die Priesterweihe.
Zunächst als Katechet in Traisen und Kaplan in Lilienfeld eingesetzt, war er ab 1957 Pfarrer in Unterdürnbach. 1960 übernahm er das Bauamt im Stift und entwickelte eine reiche Bau- und Renovierungstätigkeit sowohl im Stift als auch in den Pfarren. Als Kustos der verschiedenen Sammlungen des Stiftes pflegte, erneuerte und erweiterte er deren Bestände. Als Kunsthistoriker, Heimatforscher, Heraldiker und Dichter erwarb er sich weit über Lilienfeld hinaus einen Namen und wurde vielfach geehrt und ausgezeichnet.
1968 erfolgte seine Wahl zum Abt. Höhepunkt seiner Amtszeit bildeten 1976 die sehr gut besuchte, in den Räumen des Stiftes untergebrachte Landesausstellung "1000 Jahre Babenberger in Österreich" und die Erhebung der Stiftskirche zur "Basilika minor". 1980 stiftete er das Ehrenkreuz des Stiftes Lilienfeld zur Auszeichnung verdienter Persönlichkeiten. Von 1977 bis 1985 war er erster Assistent der österreichischen Zisterzienserkongregation.
1993 legte er sein Abtamt zurück. Von da an widmete er sich bevorzugt seinen kunstgeschichtlichen Sammlungen. Seit 1995 war er Leiter der Stiftspforte. Aufgrund seines Wissens und seiner Erfahrung galt er als begehrter Stiftsführer für Ehrengäste. Jahrelang betreute er Kranke und Sterbende im Krankenhaus Lilienfeld, wo er nun selber die letzten Tage seines irdischen Daseins verbrachte und aufopfernd gepflegt wurde.

Sterben bringt nicht Tod, Sterben ist Übergang vom Diesseits ins Jenseits [Haiku von Abt Norbert]