salix cinerea

liguster

Xylothek

Stift Lilienfeld

Neben den vielen Bänden der bekannten barocken Stiftsbibliothek existiert auch eine Sammlung von Holzbüchern, die eher der naturwissenschaftlichen Sammlung zuzuordnen ist.
Sie umfasst etwa 130 Bände und wurde Ende des 18. Jahrhunderts von dem aus Bayern stammenden Benediktinermönch Candid Huber (1747 - 1813) angefertigt.

Die Buchdeckel sind aus dem Holz des zugeordneten Baumes, die Rücken werden von der entsprechenden Borke gebildet. Im Inneren finden wir Blätter, Blüten und Zweige, in einer kleinen Vertiefung oftmals die Samen des Baumes. Teileweise sind auch Sämlinge, vergesellschaftete Insekten oder das Harz des Baumes konserviert.

salix fragilis

  ARTENLISTE
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LINK: Museum der Sternwarte Kremsmünster
Naturkundemuseum KASSEL

Die Baumbibliothek hat mit den Gehölzen des ab 1825 angelegten Stiftsparks keinen unmittelbaren Zusammenhang, steht aber unter dem gleichen Zeitgeist des späten 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts. So wurde die idealisierte Natur nicht nur in dem als Landschaftsgarten angelegten Stiftspark heimgetragen, in der Holzbibliothek präsentiert sie sich gleichsam spielerisch als aufgeschlagenes Buch. Damit wird mit dieser Materialsammlung neben dem beliebten Katalogisieren und Systematisieren auch dem ökonomischen Zweckdenken der Zeit Rechnung getragen.